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Leben · Satire · SeitenhiebeVon Dani Lemonade

24. Oktober 2026

Die Epstein-Akten? Erst mal zur Freigabe ins Weiße Haus.

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Der Epstein-Skandal brauchte offenbar dringend eine Kommunikationsabteilung.

Neu veröffentlichte E-Mails zeigen laut Medienberichten, dass Taylor Budowich, damals stellvertretender Stabschef im Weißen Haus, FBI-Direktor Kash Patel um den Entwurf des gemeinsamen Epstein-Vermerks von Justizministerium und FBI bat:

„Have something I can edit?“

Also: Hast du etwas, das ich bearbeiten kann?

Patel lieferte. Auch die Kommunikationsabteilung des Weißen Hauses wurde einbezogen. Der Vermerk sollte erklären, dass es keine Grundlage für weitere Ermittlungen gebe.

Na, dann ist ja alles bestens. Bei unabhängiger Strafverfolgung denke ich schließlich sofort: Hoffentlich durfte vorher noch jemand aus der politischen Chefetage drüberlesen.

Gab es in Word eigentlich schon die Funktion „Öffentliches Vertrauen wiederherstellen“? Oder nur „Alle unbequemen Fragen ablehnen“?

Damit wir sauber bleiben: Die E-Mails belegen eine Beteiligung des Weißen Hauses an der Vorbereitung des Vermerks. Sie beweisen für sich genommen weder, dass Trump einen Ermittlungsstopp angeordnet hat, noch eine strafbare Vertuschung.

Eine ziemlich naheliegende Frage bleibt trotzdem:

Warum arbeitet das Weiße Haus an der Erklärung mit, weshalb die Öffentlichkeit keine weiteren Antworten bekommen soll?

Epsteins Opfer verdienen Aufklärung und Verantwortung. Die Öffentlichkeit verdient nachvollziehbare Ermittlungsentscheidungen. Beides sollte mehr sein als das Ergebnis einer politischen Korrekturschleife.

Und bevor jemand loslegt: Wer in einer Akte auftaucht, ist deshalb nicht automatisch schuldig. Genau darum brauchen wir Beweise, sorgfältige Ermittlungen und Kontrolle darüber, wie solche Entscheidungen zustande kommen.

Mich kotzt an, wie selbstverständlich Institutionen öffentliches Vertrauen inzwischen als PR-Aufgabe behandeln. „Hier gibt es nichts zu sehen“ wird durch einen offiziellen Briefkopf auch nicht überzeugender.

Also mache ich weiter, was ich jeden Tag mache: Faschismus mit Wahrheit und Satire bekämpfen.

Werft den Bullshit-Scheinwerfer an. Die Aufklärung hängt offenbar noch in der Freigabeschleife.

Düsterer satirischer Comic mit Budowich, Kash Patel, Dani als Batman, Eazy und Hazel sowie dem Bullshit-Signal.
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Sources / Quellen

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