That Zesty Lemon

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Leben · Satire · SeitenhiebeVon Dani Lemonade

25. September 2026

„REDRUM“ – Der Fleischbaum! Blutungen unter Tamoxifen.

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Eine tätowierte blonde Frau im weißen Nachthemd klammert sich an eine riesige Bindenpackung und drei Hosen. Aus einem alten Hotelaufzug strömt eine theatralische rote Flut. REDRUM steht an der Wand, tamponförmige Geister warten im Flur und dunkle Wurzeln kriechen über den Boden.
POV: Deine Gebärmutter hört „Gruselsaison“ und beschließt, The Shining nachzustellen, ohne die Kostümabteilung zu fragen. Drei Hosen betraten das Overlook Hotel. Keine überlebte. 🩸🚪🪓 #REDRUM #TheMeMo #TamoxifenTales #HalloweenSplatterEdition

Süßes oder Saures?

Wenn du unter Tamoxifen plötzlich blutest …

Nach acht stillen Monaten mit Tamoxifen ist meine Gebärmutter aufgewacht.

Nicht allmählich. Nicht mit einem höflichen Krampf oder einem geschmackvollen Blutstropfen.

Sie wachte hungrig auf.

Innerhalb von sechs Stunden starben drei Hosen einen gewaltsamen Tod. Ich hörte auf, mich zu bewegen. Bewegung war jetzt gefährlich. Aufstehen setzte Dinge frei. Hinsetzen verschob Dinge. Niesen war zum Extremsport geworden.

Bei der kleinsten inneren Regung stellte ich mir vor, wie die Aufzugtüren des Overlook Hotels aufglitten.

Zuerst kam die Stille.

Dann der Druck.

Dann das Blut.

So viel Blut.

Ich warte gerade darauf, dass meine Vagina REDRUM an die Badezimmerwand schreibt.

Offenbar war das MeMo noch nicht fertig mit mir. Es hatte nur am Ende eines langen Hotelkorridors gestanden, einen Tampon in der einen Hand und eine Axt in der anderen.

Komm und blute mit uns, Dani.

Für immer … und immer … und immer.

Da ich Tamoxifen als Behandlung nach Brustkrebs nehme, gelten unerwartete Blutungen unter Tamoxifen als Warnsignal.

In meinem Fall war es weniger eine rote Flagge als ein roter Lappen, der mit genug Blut getränkt war, um als Beweismittel sichergestellt zu werden.

Also rief ich in der gynäkologischen Klinik an.

Besonders beunruhigt wirkte dort niemand.

Mein Termin ist in sechs Wochen.

Sechs Wochen.

Bis dahin habe ich womöglich durch den Badezimmerboden geblutet, das Erdgeschoss geflutet und unter dem Haus ein kleines, aber florierendes Menstruationsökosystem aufgebaut.

Währenddessen fühlt sich meine Gebärmutter an, als würde sie das Upside Down errichten. Etwas wächst im Dunkeln. Etwas Fleischiges. Etwas mit Wurzeln.

Letztes Jahr sagten mir meine Gynäkologen, ich hätte vleesbomen – das niederländische Wort für Myome.

Wörtlich übersetzt: Fleischbäume!

Keine putzigen kleinen Myome.

Fleisch.

Bäume.

Irgendwo in mir steht also ein verzauberter Fleischwald, tropft Blut und bereitet sich auf die Gruselsaison vor. Tim Burton hätte es nicht besser gestalten können.

Acht Monate keine Periode. Tamoxifen. Wechseljahre. Frühere Polypen. Fleischbäume.

Und jetzt hat sich der Aufzug des Overlook Hotels in meiner Unterwäsche geöffnet.

So viel zur Frage, was ich an Halloween anziehen soll.

Offenbar gehe ich als Die Menopause: Splatter-Edition.

Dieses Jahr brauche ich also kein Kunstblut für Halloween. Keine Prothesen, keine Bühnenschminke, kein Kostüm.

Ich stelle mich einfach ganz still im weißen Nachthemd hin und warte.

Früher oder später gehen die Aufzugtüren auf.

Und wenn es so weit ist, bin ich bereit.

Mit Ersatzhosen.

Die Zitrone weiterreichen.

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